
Wolfsmanagement:
Landesjägerschaft fordert Landesregierung auf Koalitionsvertrag umzusetzen
Vor dem Hintergrund der heutigen Pressemeldung des Niedersächsischen Ministeriums für
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML), in der sich die Niedersächsische
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und Niedersachsen Umweltminister Christian Meyer zu
den Ergebnissen des gestrigen Dialogforums Wolf äußern, fordert die Landesjägerschaft
Niedersachsen e.V. (LJN) die Niedersächsische Landesregierung unmissverständlich auf, ihren
eigenen Koalitionsvertrag umzusetzen.
„Offensichtlich ist es zumindest den beiden grünen Ministern nicht ernst damit, die im eigenen
Koalitionsvertrag getroffenen Vereinbarungen in Bezug auf den Wolf, nämlich ein
europarechtskonformes regional differenziertes Wolfsmanagement umzusetzen“, so Helmut
Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.
Denn nach der Herabsetzung des Schutzstatus des Wolfs auf europäischer Ebene (Berner Konvention
und FFH-Richtline) wäre der Weg frei für genau dieses, von der Landesregierung selbst formulierten
Ziels. Der Bund hat zudem mit seinem Gesetzesentwurf zur Übernahme des Wolfes ins
Bundesjagdgesetz vorgelegt: In dem Gesetzesentwurf wird im Rahmen des Bestandmanagements
auch der maximale Schutz von bestehenden Rudelstrukturen ausdrücklich berücksichtigt. Daneben
sieht der Entwurf vor, dass bei Nutztierrissen gehandelt werden kann und muss.
„Wer das nicht erkennt oder erkennen will, beweist dass es ihm offensichtlich nicht ernst ist mit der
Lösung von durch den Wolf ausgelösten Zielkonflikten in Niedersachsen, dem bundesweiten
Wolfsland Nr. 1. Diese Zielkonflikte sind nicht länger hinnehmbar und die Menschen erwarten zurecht,
dass diese endlich gelöst werden“, so Dammann-Tamke weiter. Die Landesjägerschaft
Niedersachsen sei ausdrücklich bereit Verantwortung zu übernehmen ihren Beitrag zu leisten.
Erst Mitte Dezember 2025 hatte eine repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des Deutschen
Jagdverbandes ergeben: Knapp zwei Drittel der Befragten befürworten eine Bestandskontrolle von
Wölfen über das Jagdrecht. Auf dem Land ist die Zustimmung noch deutlich höher.
